Biometrisches Passbild für Reisepass & Personalausweis

  29.07.2015      Kategorie: Ratgeber      Keine Kommentare

Wird ein Passfoto für den Reisepass, den Personalausweis oder andere Ausweispapiere benötigt, dann muss es exakt den offiziellen biometrische Anforderungen genügen, damit die Ämter dieses auch akzeptieren. Wer sich nicht tiefer mit den Vorgaben beschäftigen möchte, sollte auf einen professionellen Fotografen bzw. ein Fotostudio zurückgreifen, denn hier ist man bestens mit den Vorgaben vertraut und weiß diese zu erfüllen. Sollen die biometrischen Passbilder selber erstellt werden, so müssen die umfangreichen Anforderungen nach der offiziellen Foto-Mustertafel genauestens berücksichtigt werden.

Offizielle Fotomustertafel informiert über Vorgaben

fotomustertafel-biometrische-passbilder Lächelnde Inszenierungen gehören der Vergangenheit an. Stattdessen wird ein direkter, ernster Blick in die Kamera gefordert, der Mund bleibt geschlossen. Bei biometrischen Passfotos kommt es speziell darauf an, dass die Person mit neutralen Gesichtszügen klar und deutlich zu erkennen ist. Die Anforderungen werden in neun Kategorien unterteilt: Format, Schärfe & Kontrast, Ausleuchtung, Hintergrund, Fotoqualität, Kopfposition & Gesichtsausdruck, Augen & Blickrichtung, Brillenträger und Kopfbedeckung. Diese werden auf der Fotomustertafel anhand von Beispielbildern schematisch und übersichtlich dargestellt.

Das Gesicht muss zentral platziert werden und darf weder zu groß, noch zu klein dargestellt werden – als Faustregel gilt, dass das Gesicht zwischen 70% – 80% des Fotos ausfüllen muss. Der Abstand zwischen dem oberen Kopfende und dem Kinn unterliegt einer klaren Regel und muss zwischen 3,2 cm und 3,6 cm groß sein. Ein geneigter Kopf nach unten oder ein Blick nach links wird auf einem biometrischen Foto genauso wenig wie die Darstellung im Halbprofil akzeptiert.

Bei der Wahl des Hintergrundes wird ebenfalls auf jegliche Individualität verzichtet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem starken Kontrast zwischen dem Porträt und dem Hintergrund, so dass die Person nicht mit dem Hintergrund verschwimmt. Es bieten sich neutrale graue oder weiße Hintergründe an, auf die kein Schatten fallen darf. Es empfiehlt sich daher, dass das Foto immer in einem Mindestabstand von ca. 50cm der Wand entfernt geschossen wird. Ein Schatten im Gesicht muss ebenfalls durch eine ausgewogene und natürliche Ausleuchtung vermieden werden und das Gesicht sollte gleichmäßig belichtet werden und die Farbwiedergabe neutral sein.

Damit das erstellte Foto als biometrisch anerkannt wird und im Reisepass verwendet werden kann, muss es in der üblichen Größe von 3,5 x 4,5 cm zugeschnitten sein und sollte eine hohe Auflösung (bestenfalls 300 bis 600 dpi) besitzen.

Ausnahmen biometrischer Vorgaben

Kopfbedeckungen, Sonnebrillen oder gar die Verhüllung des Gesichts verhindern eine eindeutige Bestimmung der Identität und daher sind sie grundsätzlich unzulässig. Das Informationsportal Biometrisches-Passbild.net weißt jedoch darauf hin, dass es einige Ausnahmen dieser Regel gibt: Unter anderem aus medizinischen oder religiösen Gründen können Ausnahmen zugelassen werden, wobei auch an dieser Stelle das Gesicht in vollem Umfang deutlich zu erkennen sein muss. Brillenträger hingegen sind nicht dazu gezwungen, ihre Brille abzulegen, sondern es muss dafür Sorge getragen werden, dass störende Reflexionen in den Brillengläsern vermieden werden und eine klare Sicht in die Augen des Porträtierten gewährleistet ist.

Bei Kindern gelten geringe Abweichungen an die Vorgaben der Fotos. Die Entfernung zwischen Kinn und dem oberen Kopfende liegt bei Kindern bis zum vollendeten 10. Lebenjahr zwischen 2,2 – 3,6 cm. Da besonders Säuglinge und Kleinkinder oftmals unruhig bei einem Fotografen agieren, sind bei Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr Ausnahmen hinsichtlich der Kopfhaltung, dem Gesichtsausdruck und der Blickrichtung der Augen erlaubt.

Für biometrische Passbilder sind sowohl Schwarz-Weiß-Bilder, als auch Farbfotos zulässig, vorausgesetzt die Gesichtsfarbe wird natürlich wiedergegeben.

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